siehe Buch "Kröning - Leben im Landshuter Raum" von Prof. Dr. Hermann Englberger
Das Dorf Wallfahrtskirche Vereine und Feste Bauernhöfe
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Im Inneren der Kirche fallen oben die dekorativen
goldfarbenen Deckengemälde von 1760 auf. Die Malereien überziehen das
gesamte Gewölbe, indem sie im Chor Marias Geburt und im Schiff Marias
Himmelfahrt zeigen. Der barocke Hochaltar steht frei und ist dicht mit
Figuren und Engeln besetzt. Ein dreiteiliges Tabernakel dient als Sockel.
Darüber zeigt das spätgotische Gnadenbild Madonna mit Kind als
Schnitzfigur von 1530, worum sich Engel scharen, von Sonnenstrahlen
umleuchtet. Seitlich stehen die Figuren des Hl. Wolfgang und Hl. Augustinus.
Oben im Auszug ruht groß der segnende Gottvater als Figur von 1760. Auch
aus jenem Jahr stammen die beiden Seitenaltäre. Die Altarblätter stellen
links die Enthauptung der Hl. Katharina und rechts die Folter des Hl.
Sebastian dar. Sehr kostbar erscheint auch die Kanzel. Am Korpus zeigt sie
vergoldete Reliefs des Hirten und der vier Kirchenväter, am Deckel hält
sie Evangelistensymbole und Vasenaufsätze. Zur reichen Einrichtung zählen
darüber hinaus ein Schrank voll silberner Weihegaben sowie prunkvolle
Monstranzen und Kelche. Um das Jahr 1450 setzten ausgedehnte Wallfahrten nach
Wippstetten ein und erreichten ihre Blütezeit um 1750, als die Kirche ihr
heutiges Aussehen erhielt. Heute bewahrt die begehrte Pilgerstätte viele
liebevoll gestaltete Votivtafeln und Opferkerzen, hunderte eindrucksvolle
Wundertaten sind im Mirakelbuch überliefert. Den Status einer Expositur hat
Wippstetten seit 1909. Bis 1968 war auch stets ein Priester im eigens
erbauten Expositurhaus. Seither wird die Expositur von der Pfarrei St. Georg
in Gerzen betreut, seit 1995 ist Franz Speckbacher dort Pfarrer.
Gottesdienst findet meist am Wochenende und Freitags um 19 Uhr statt. Ein
Ausflug nach Wippstetten lohnt sich vor allem am 15. August, dem Festtag
„Maria Himmelfahrt“, an dem der Ort traditionell zur Wallfahrt samt
Markt und Dorffest einlädt. Ansonsten finden wir hier willkommene Ruhe und
Einkehr. |
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Im Dorf gleich gegenüber dem Gotteshaus stand bis 1992
das Gasthaus Westenthanner. Die Einwohner konnten bis 1973 sogar vor Ort im
Krämerladen einkaufen. Seit 1995 wird die alte Einsiedlerklause als neues
Dorfstüberl „Zur Klause“ vom Wallfahrtsverein rege benutzt und besucht.
Fünf aktive Vereine bestimmen das gemeinschaftliche Dorfleben:
Gründung
Vorstand (2007) Diese Vereine sind es auch, die Monat für Monat Feste
im Dorf oder im Vereinslokal in Hub ausrichten: Januar:
Christbaumversteigerung FFW/KSK Wippstetten in Hub |
Um Wippstetten liegen etliche stattliche Bauernhöfe,
die wir nacheinander aufsuchen. Am Waldrand bei Schachten wurde im
19. Jahrhundert eine Pestkapelle als gemauerter Bildstock gebaut. Vorbei an Koblpoint
können wir in der Wirtstube bei Rudi Schmid im Hof Eppenöd
einkehren. Nahe am Wald finden wir noch ein Marterl von 1809. Danach
erreichen wir westwärts auf 478 m Höhe Hermannsreit beim „Leierseder“
und Straß beim „Straßhafner“ sowie ein Wegkreuz von 1985. In Zurlberg
wird jüngst ein Reitstall namens „Zurlhof“ angeboten. Daneben verfügt Sommersberg
seit 2006 über einen Landeplatz für Leichtflugzeuge. Vorbei an einer
Kiesgrube kommen wir nach (Bartl am) Roß. Beim „Bader“ in Hr.2 stand
ein altes Wohnstallhaus samt
Obergeschoß in Ständerbohlenbau mit Stadel aus dem 17. Jahrhundert bis zum
Abbruch 1989. Gegenüber beim „Leabartl“ ist ein eisernes Wegkreuz
erhalten. Die nächsten Bauernhöfe sehen wir in Hermannsöd und dann
in Eggenöd mit den Hofnamen „Dasching“ und beim "Baeda".
In Hr.3 steht
seit 200 Jahren das Wohnstallhaus eines Hakenhofes mit Blockbau-Obergeschoß
sowie Trauf- und Giebelschrot.
Weitere Bilder und Texte im Buch "Kröning - Leben im Landshuter Raum" |